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Warum wird in Deutschland ein gesetzlicher Mindest- lohn eingeführt? Ein allgemeiner, gesetzlicher Mindestlohn schützt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland vor unangemessen niedrigen Löhnen. Damit leistet der gesetzliche Mindestlohn zugleich einen Beitrag für einen fairen und funktionierenden Wettbewerb. Gleichzeitig sorgt er für mehr Stabilität in den sozialen Sicherungssystemen. Welche gesetzlichen Grundlagen regeln den Mindestlohn? Der Mindestlohn wird durch das Mindestlohngesetz geregelt. Zusätzlich können auf Basis des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes und des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes verbindliche branchenbezogene Mindestlöhne ausgehandelt werden. Diese Gesetze bilden auch die Grundlage für vom Mindestlohn abweichende Tarifverträge innerhalb des Übergangszeitraums. Für wen gilt der allge- meine Mindestlohn? Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahre. Um Langzeitarbeitslosen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, kann lediglich bei ihnen in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung vom Mindestlohn abgewichen werden. Für wen gilt der all- gemeine Mindestlohn nicht? » F ür Langzeitarbeitslose während der ersten sechs Monate ihrer Beschäftigung. » A uszubildende nach dem Berufsbildungsgesetz » e hrenamtlich tätige Personen » P ersonen, die einen freiwilligen Dienst ableisten » T eilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung » H eimarbeiterinnen oder Heimarbeiter nach dem Heimarbeitsgesetz » S elbstständige DER MINDESTLOHN FRAGEN & ANTWORTEN Ab dem 1. Januar 2019 ist der gesetzliche Mindestlohn von 9,19 Euro pro Stunde in Deutschland Pflicht, ab 2020 9,35 Euro. Was genau bedeutet das? Wir haben Antworten für euch. Foto: Designed by Freepik 26 RATGEBER

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