Studien Guide - HL / 2016 - page 54

von zuhause weg
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Richtig versichert ins Studium starten
Die erste eigene Wohnung, neue
Freundschaften und unbekann-
te Herausforderungen – doch
zwischen BAföG-Antrag, Hör-
saal und Erstsemesterparty
denken die wenigsten an ihren
Versicherungsschutz. Dabei
sind auch Studenten versiche-
rungspflichtig.
Angehende Akademiker sind über
ihre Eltern versichert – zumindest
wenn es um die Krankenkasse
geht. Wer allerdings mehr als 450
Euro imMonat verdient und damit
einer sozialversicherungspflichti-
gen Beschäftigung nachgeht, muss
selbst für seine Beiträge aufkom-
men. Gleiches gilt für Studenten,
die älter als 25 Jahre sind und da-
mit aus der Familienversicherung
ausscheiden. Danach können sie
sich in einer gesetzlichen Kranken-
kasse selbst versichern. Der Bei-
tragssatz beträgt 70 Prozent des
allgemeinen Beitragssatzes und
beläuft sich derzeit auf etwa 61
Euro. Hinzu kommen Kosten für
die Pflegeversicherung und ein Zu-
satzbeitrag der jeweiligen Kran-
kenkasse.
Auch bei der Privathaftpflicht sind
Studenten bis zumAbschluss ihrer
ersten beruflichen Ausbildung bei
den Eltern mitversichert. Voraus-
setzung ist, dass sie zuvor noch
nicht gearbeitet haben und direkt
im Anschluss an die Schule ihr
Studium aufnehmen. Wer ein frei-
williges soziales Jahr absolviert
oder eine Weltreise unternimmt,
bleibt trotzdem versichert. Auch
Wartesemester sind kein Problem.
Anders sieht es aus, wenn Studen-
ten heiraten oder ein Zweitstudium
beginnen, denn dann müssen sie
eine eigene Haftpflichtversiche-
rung abschließen.Für Viele gehört
ein Semester im Ausland zu den
Höhepunkten ihres Studiums.
Auch wenn die Gesundheitskarte
der gesetzlichen Krankenkasse in
ganz Europa gültig ist, werden die
Behandlungskosten nicht immer
vollständig übernommen. Für ein
Auslandssemester ist eine private
Auslandsreise-Krankenversiche-
rung unverzichtbar. Sie sollte auf
jeden Fall ambulante und stationä-
re Behandlungen absichern und
auch den Rücktransport nach
Deutschland übernehmen.
Auch wenn der Einstieg in den Be-
ruf erst in ein paar Jahren ansteht,
lohnt sich der Abschluss einer Be-
rufsunfähigkeitsversicherung.
Weil das Invaliditätsrisiko niedrig
ist und nur selten chronische Er-
krankungen vorliegen, zahlen Stu-
denten für die Versicherung in der
Regel einen überschaubaren mo-
natlichen Beitrag.
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